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Die Sendung „A por Europa“ des spanischen Fernsehsenders CANAL SUR TV aus Andalusien zeigt Menschen, die ihr Glück in der Ferne suchen. Heute darf unser Mitarbeiter Francisco, der aus Andalusien zu uns gestoßen ist und seit drei Monaten unser Team verstärkt, seine Geschichte erzählen.

Heute ist ein großer Tag für unseren Mitarbeiter Francisco, der vor drei Monaten zu uns gestoßen ist. Francisco kommt aus Andalusien ganz im Süden Spaniens und arbeitet im Serviceteam von e-domizil, von wo aus er unseren spanischen Vermietern und Kunden für alle Fragen und Anliegen mit Rat und Tat zur Seite steht. Francisco hat ein ungewöhnlicher Weg zu uns geführt, dieser interessiert auch das Team der Sendung „A por Europa“ des spanischen Fernsehsenders CANAL SUR TV aus Andalusien. Die Sendung zeigt Menschen, die ihre andalusische Heimat verlassen haben, um in einem anderen europäischen Land zu leben und zu arbeiten. Das Kamera-Team begleitet Francisco heute eine Zeit lang durch seinen Tag und stellt ihm Fragen zu seinem Leben in Deutschland und seiner Arbeit bei e-domizil. Wir wollen Euch seine Geschichte nicht vorenthalten und haben das Interview für Euch ins Deutsche übersetzt:

Francisco, woher kommst du genau und wie hat es dich nach Deutschland verschlagen?
Ich komme aus Manilva, das ist eine Stadt an der Costa del Sol in Málaga an der südlichsten Mittelmeerküste Spaniens. Nach der Schule habe ich Tourismus an der Universität in Málaga studiert. Danach habe ich ein Praktikum als Rezeptionist bei Stella Polaris Torremolinos Pierre et Vacances gemacht. Als das Praktikum zu Ende ging, hatte Pierre et Vacances Interesse daran, mich weiter zu beschäftigen und mir wurde eine Stelle als Kellner in Manilva in Terrazas Costa del Sol angeboten. Doch ich hatte bereits seit einiger Zeit den Gedanken, ins Ausland zu gehen, um meine Sprachkenntnisse aufzubessern. Ich dachte darüber nach, ein Jahr als Au Pair in Großbritannien zu verbringen. Das ist doch immer eine gute Idee und ich hatte einfach Lust darauf.

Aber jetzt bist du in Frankfurt…?
Francisco bei der ArbeitJa, ich wollte zwar nach Großbritannien, aber nach nur zwei oder drei Tagen, in denen mein Profil auf einer Au Pair-Vermittlungs-Seite online war, habe ich ein interessantes Angebot von einer französischen Familie in Frankfurt bekommen. Ich fand den Gedanken daran, mein Französisch aufbessern zu können und in diesen zehn Monaten – so lange dauert der Au-Pair-Vertrag – gleichzeitig auch Deutsch lernen zu können, absolut verlockend. Vielleicht würde ich sogar das Niveau B1 schaffen, dachte ich mir. Ein wenig verrückt war es dann aber schon, nach Deutschland zu gehen, ohne vorher jemals Deutsch gelernt zu haben.

So bist du also nach Deutschland gekommen. Wie ging es dann weiter für dich?
In Deutschland angekommen und als Au Pair beschäftigt, habe ich an einem Deutschkurs in der VHS (Volkshochschule) teilgenommen, der drei Mal in der Woche stattgefunden hat. Nach einigen Wochen konnte ich mit meinen neuen Freunden aus der VHS bereits Deutsch sprechen, zuvor haben wir immer nur auf Englisch kommuniziert. An der VHS bekam ich auch Information über einen Deutschkurs an der Goethe Universität, in dem ich bis zum Niveau C1 lernen könnte. Mit diesem Niveau kann man in Deutschland einen Diplom- oder einen Masterstudiengang belegen. Also beschloss ich, erst einmal hier zu bleiben und mir eine Arbeit zu suchen. Durch einen Bekannten, der bei e-domizil arbeitet, erfuhr ich, dass die Firma noch neue Mitarbeiter sucht. So habe ich mich hier beworben und wurde auch eingestellt, wie Ihr seht, mit einem Vollzeitvertrag über drei Monate. Die Prüfung für den auf das Studium vorbereitenden Deutschkurs hab ich übrigens auch bestanden, er fängt heute an und ich unterschreibe heute noch meinen neuen Vertrag bei e-domizil. Dieser beinhaltet nur nur noch 96 Stunden, da ich ja nun mehr Zeit nebenher brauche, um lernen zu können.

Was ist das für eine Firma und welchen Aufgabenbereich hast du hier?
e-domizil.esDie Firma e-domizil gibt es seit 14 Jahren. Angefangen hat alles mit einem Portal, auf dem Urlauber Ferienhäuser und Ferienwohnungen online buchen können – das war damals eine ganz neues Geschäftsfeld, denn die Vermittlung solche Ferienunterkünfte war vorher ausschließlich katalogbasiert, man musste also in ein Reisebüro gehen. Recht schnell kamen weitere Portale hinzu, mittlerweile besteht die e-domizil Unternehmensgruppe aus 5 Portalen – vom Ferienhaus über Rund-und Erlebnisreisen bis hin zur Kreuzfahrt kann man bei uns alles buchen. Seit einigen Jahren gibt es auch e-domizil.es, sodass auch Urlauber aus Spanien bei uns ganz bequem online buchen können. Ich arbeite für e-domizil im Serviceteam und kümmere mich vorrangig um spanische Vermieter und Kunden. Außer mir gibt es noch zwei weitere Kollegen aus Spanien, zusammen kümmern wir uns um alle Anfragen aus Spanien, ob von Kunden oder von Vermietern – und diese werden immer mehr, denn e-domizil.es wird unter Urlaubern und Vermietern immer bekannter!

Wie kommt es, dass auf dieser Plattform aus Deutschland so viele Vermieter aus Spanien gelistet sind?
Vertragsunterzeichnung FranciscoDie Deutschen machen nun mal sehr gern Urlaub bei uns in Spanien und da immer mehr Leute weg vom Pauschalurlaub wollen und sich nach einem individuellen Urlaub abseits der Hotellandschaft sehnen, wächst auch das Angebot an Ferienhäusern und Ferienwohnungen in Spanien. Wir haben viele Vermieter mit Unterkünften auf Mallorca, den Kanaren und an der Costa Brava und es ist wichtig, dass wir diese bestmöglich beraten und betreuen können – daher legt e-domizil Wert darauf, dass es genügend Kundenberater mit muttersprachlichen Kompetenzen im Spanischen gibt.

Wie gefällt es dir hier – an der Arbeit und in Deutschland und wie sieht deine weitere Zukunftsplanung aus?
Die Arbeit macht mir hier sehr viel Spaß, ich finde es wirklich toll, dass mein Arbeitgeber mir so viel Flexibilität einräumt, damit ich neben der Arbeit meine Ziele weiterverfolgen kann. Die Kollegen sind sehr nett und in den Pausen treffen wir uns gern auf der Firmenterrasse im fünften Stock, von wo aus man einen tollen Blick auf das vielseitige Frankfurt mit seinen neuen und alten Häuserfassaden und Hochhäusern hat. Allerdings vermisse ich natürlich auch das andalusische Klima und vor allem das Meer sehr!
Wie meine Zukunft aussieht? Jetzt geht für mich heute erst einmal der Deutschkurs los und danach, wer weiß, vielleicht studiere ich dann auch in Frankfurt oder an einer anderen deutschen Universität! Ich habe schon große Lust, hier zu bleiben und alles mitzunehmen, was mir nur möglich ist. Aber eins nach dem anderen, jetzt muss ich aber auch langsam los, ich will ja nicht gleich am ersten Tag zu spät kommen!

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