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Weitläufige Strände, endlose Dünen und eine gelungene Mischung aus Erholung und Städtereise – unsere Mitarbeiterin Anastasia war an der Costa de la Luz unterwegs und berichtet für Sie von Ihren schönsten Eindrücken.

Ihren Namen hat die Costa de la Luz von ihrer atemberaubenden, speziellen Lichteinstrahlung. Das Licht der Sonne glänzt hier in einem warmen goldgelben Ton und spiegelt sich in den Wellen des Atlantiks sowie in den endlosen, weißen Sandstränden wider.

Sie erstreckt sich von der spanischen Grenze zu Portugal bis hin zur Südspitze der Iberischen Halbinsel, wo sich Europa und Afrika beinahe berühren. Die Entfernung zu Marokko beträgt hier nur ca. 14 km. Die kurze Distanz dieser zweier unterschiedlicher Kulturen spiegelt sich in der Architektur vieler Orte und Gebäude, aber auch in den Bräuchen und Festen an der Costa de la Luz wider. So galt beispielsweise die Provinz Cádiz Jahrhunderte lang als Grenzstreifen zwischen dem Maurenreich und dem christlichen Herrschaftsgebiet.

Fernab des Massentourismus finden sich an der Küste des Lichts endlos lange und ewig breite, feine Sandstrände. Die naturbelassenen Dünen laden zum Entspannen und Erholen ein – hier kann man wunderbar die Seele baumeln lassen, da sich der Tourismus an der Atlantikküste Andalusiens bislang nur auf wenige Zentren konzentriert. Aufgrund des warmen Klimas kann man hier auch im Winter einen angenehmen Aufenthalt genießen und dem kalten Winter in Deutschland entfliehen.

Ob Baden, Sonnen und Entspannen oder verschiedenen Wassersportarten nachgehen – die feinen Sandstrände bieten viel Abwechslung und damit auch ideale Bedingungen für einen unvergesslichen Traumurlaub mit bleibenden Erinnerungen.

Aber auch der kulturelle Aspekt kommt bei einem Urlaub an der Costa de la Luz nicht zu kurz. Hier kann man faszinierende Ausflüge in naheliegende Städte oder gar nach Afrika unternehmen.Strandzugang in Novo Sancti Petri

Unser Urlaubsort – Novo Sancti Petri

Wir waren Anfang dieses Jahres an der Costa de la Luz, in dem Örtchen Novo Sancti Petri. Dieser kleine Ort ist vor allem durch seinen guten, mehrfach ausgezeichneten Golfplatz bekannt, der Golfer aus aller Welt dazu einlädt, das Eisen zu schwingen.

Hier kann man an den herrlichen Sandstränden die Seele baumeln lassen, leckeren Fisch oder Tapas essen und dazu einen Sherry trinken, der direkt in seiner naheliegenden Heimatstadt Jerez de la Frontera produziert wird, und sich von der gastfreundlichen und lebendigen Art der Spanier beeindrucken lassen – willkommen in einer des schönsten Regionen Europas!

Reiter am StrandObwohl wir im Frühling unterwegs waren, war das Wetter hervorragend. Zwar war der Atlantik für meinen Geschmack noch etwas zu kühl, man konnte jedoch sehr wohl einige tapfere Baderatten antreffen, die sich getraut haben, ins Wasser zu gehen. Ansonsten trifft man hier nur vereinzelt Jogger, Spaziergänger und Leute, die den Strand entlang reiten sowie einige vereinzelte Grüppchen, die sich zwischen den hügeligen, wilden Dünen, verteilen.

 

Meine Ausflugstipps:

 

Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens

Kathedrale in SevillaVom Stierkampf über Flamenco bis hin zu beeindruckenden Bauwerken, wie der berühmten gotischen Kathedrale, einer der größten christlichen Kirchen sowie dem Königspalast Alcazar oder die Plaza de Espana – die atemberaubende Hauptstadt Andalusiens hat sehr viel zu bieten.

Die Spuren ihrer reichen, arabischen Vergangenheit sowie ihrer Funktion als wichtiges Handelszentrum finden sich noch heute in der Architektur sowie in vielen der Bauwerke Sevillas.

Plaza de EspañaSo enthält beispielsweise die Kathedrale Elemente der Moschee, die einst an ihrer Stelle stand. Der Königspalast Alcázar wurde als Erweiterung des ehemaligen maurischen Fortes auf Befehl Peters des Grausamen errichtet und in diesem Zuge auch an den maurischen Baustil angelehnt, weshalb sich auch heute eine besondere Mischung aus christlichen und arabischen Elementen in diesem wuchtigen Bauwerk entdecken lassen. Hinter dem Hauptpalast erstrecken sich riesige, prachtvolle Gärten im maurischen Stil , voller Orangen- und Zitronenbäume sowie Palmen und Brunnen.

Ein weiteres Highlight in Sevilla ist der Plaza de España, ein halbkreisförmiger Platz, der von vielen verschiedenen Gebäuden umgeben ist, die optisch eine Einheit bilden und die wie eine Mischung aus Renaissance und Barock aussehen. Vor allem Star Wars Fans wird dieser wunderschöne Platz bekannt vorkommen.

Mein Tipp ist das ehemalige Judenviertel Sevillas. Das „Barrio Santa Cruz“, befindet sich gleich östlich von der Kathedrale. Hier kann man sich im Labyrinth der engen Gässchen treiben lassen, vorbei an Häusern im andalusischen Dorfstil, an leuchtenden Orangenbäumen, deren Duft stets in der Luft liegt und an kleinen Tapasbars, wo sich haufenweise Spanier tummeln und leckere, mediterrane Tapas genießen oder einen Drink zu sich nehmen. Hier ist man mittendrin und spürt die Lebensart der Andalusier.Barrio Santa Cruz

Suchen Sie unbedingt eine Tapasbar auf, um einige dieser kleinen Köstlichkeiten auszuprobieren. Die Preise sind natürlich nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen und liegen im Bereich zwischen 0,50€ und 3,00€ pro Stück.

Meiner Meinung nach ist Sevilla eine der aufregendsten Städte Spaniens, nicht zuletzt wegen ihrer zahlreichen kulturellen sowie gastronomischen Vorzüge.

Cádiz – eine Hafenstadt umgeben von Wasser

Von hier aus brach Kolumbus auf, um die Neue Welt zu entdecken – Cádiz ist eine der ältesten Städte Europas und nur durch eine Landenge mit dem Festland verbunden. Die Altstadt der Hafenstadt ist als kunstgeschichtliches Denkmal geschützt und geprägt von labyrinthartigen Gassen, der überwiegend weißen Fassaden ihrer Häuser, zahlreichen kleinen, verträumten und mit Palmen bewachsenen Plätzen sowie einer Vielzahl an Türmen, die in den unterschiedlichsten Baustilen erbaut worden sind.Cádiz

Dank einer netten Einheimischen, die wir im Flugzeug getroffen haben, wussten wir sofort wohin es zuerst gehen sollte – auf den Torre Tavira. Mitten in der Altstadt sind verschiedene Rundwege in Form von bunten Linien an den Straßen aufgemalt. Hält man sich während eines Spaziergangs entlang der lila Linie, so erreicht man nach einer Zeit den höchsten Turm in Cádiz. Hier hat man die beste Aussicht über die ganze Stadt.

Mein Tipp: Die Cámara OscurCádiz von obena, eine „Stadtführung“ der besonderen Art:

Auf Englisch und Spanisch wird Ihnen in einem dunklen Raum mithilfe eines speziellen Spiegelsystems ein Blick von oben über die gesamte Stadt gewährt. Die Cámara Oscura projiziert Bilder auf eine weiße horizontal gebeugte Leinwand, die sich im Zentrum eines vollständig dunklen Raumes befindet. Die projizierten Bilder, die sich sogar zoomen lassen, spiegeln all die Ereignisse wider, die sich im gleichen Moment außerhalb des Turmes auf den Straßen der Stadt abspielen.

Ein Reiseführer erklärt Ihnen dabei mithilfe des 360° – Panorama-Bildes die wichtigsten Bauwerke sowie die Geschichte von Cádiz, wodurch Ihnen ein einzigartiger Rundgang durch die Stadt ermöglicht wird. Nach dieser besonderen Stadtführung ist es im Nachhinein umso interessanter, die Stadt von der Aussichtsfläche aus zu inspizieren.

Wenn man Richtung des Strandes La Caleta schlendert, sticht einem sofort der Castillo de San Sebastian ins Auge. Von der Brücke zum Castillo aus genießt man einen wunderschönen Sonnenuntergang.Sonnenuntergang

Tarifa, die südlichste Stadt Europas und das weiße Vejer de la Frontera

Sicht auf die hügelige Landschaft MarokkosAuf Ihrer Reise darf natürlich auch ein Ausflug nach Tarifa, dem südlichsten Punkt auf dem europäischen Festland, nicht fehlen. Nirgendwo sonst liegen Europa und Afrika näher zusammen. Hier beträgt die Entfernung nach Marokko nur ca. 14 km. Bei guten Sichtverhältnissen sieht man sogar die hügeligen Umrisse Afrikas.

 

Vejer de la Frontera

Nur etwa eine Stunde Fahrt entfernt liegt das kleine, weiße Städtchen Vejer de la Frontera. Das andalusische Städtchen liegt, von der Stadtmauer umgeben, auf einem Hochplateau und beeindruckt mit seiner unter Denkmalschutz stehenden Altstadt. Die engen, verwickelten Gässchen der malerischen Altstadt führen vorbei an weißen Häusern und bilden zusammen mit der Stadtmauer ein herrliches Bauensemble. Das Städtchen ist auf jeden Fall einen Ausflug wert!

 

Ein Phänomen in den südlichen Ländern sind die leeren, ja fast ausgestorbenen Straßen zur Mittagszeit. Zu dieser Zeit sollten Sie, falls es das Wetter zulässt, am besten auf Erkundungstour gehen, da Sie so genug Platz und Zeit haben, all die schönen Ecken der Städte und Dörfer in Ruhe zu entdecken. Nach der Siesta stürmen die Menschenmassen nur so auf die Straßen. Teilweise wird es in den Gassen so eng, dass man sich aneinander vorbei schieben muss – nehmen Sie sich die Zeit und lassen Sie sich mit den Massen treiben.

Die Costa de la Luz ist meiner Meinung nach aufgrund ihrer traumhaften Städte, der malerischen weißen Dörfer und natürlich ihrer endlos langen Sandstrände, einer der schönsten Orte Europas. Wer sich am Meer entspannen will und einfach mal die Ruhe sucht ist hier genau richtig!endlos lange Strände an der Costa de la Luz

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